Für Taucher ist La Palma ein kleines Paradies, denn die einzigartige vulkanische Unterwasserwelt verspricht ein ganz besonderes Taucherlebnis. Vor allem im Süden der Insel haben sich in der erkalteten Lava einmalige Grotten und Höhlen gebildet. Vor der Südwestküste La Palmas erstreckt sich das Reserva Marina de La Palma, das Meeresreservat, das insgesamt rund 3.700 Hektar umfasst. Das Gebiet ist in zwei Zonen unterteilt, in denen die Aktivitäten reglementiert sind. So ist außerhalb der gekennzeichneten Kernzone das Tauchen nur nach einer entsprechenden Genehmigung möglich. Bei Tauchern, die an Tauchgängen einer ortsansässigen Tauchbasis teilnehmen, werden die Formalitäten von dort aus erledigt. Als besondere Attraktion gilt der Torre de Malpique, hier befinden sich sehenswerte schwarze Korallen sowie eine Art Gedenkstätte mit 40 Kreuzen, die an die Märtyrer von Tazacorte erinnern. Dabei handelte es sich um Missionare, die auf ihrem Weg nach Brasilien von französischen Korsaren getötet wurden. An der Südküste können Taucher besonders auf den Sägebarsch, Papageienfische oder Langusten stoßen.

Tauchen in Höhlen, Grotten und alten Wracks

Im Norden des Touristenortes Puerto Naos liegt El Laberinto, das, wie der Name schon vermuten lässt, aus einem Labyrinth an Höhlen und Grotten besteht, in denen sich unter anderem auch Muränen tummeln. Bei Tazacorte bieten sich Tauchgänge zu einem 1940 gesunkenen Schiffswrack an. Auch im Norden und Osten der Insel gibt es einige Tauchplätze. Hier erfolgt der Einstieg in der Regel nur vom Boot aus. Da die See in dieser Region häufig sehr rau ist, macht sie den Tauchern oftmals einen Strich durch die Rechnung. Wer Glück hat kann sogar Großfische wie Delfine oder Thunfische entdecken. Auch Zackenbarsche, Mantas und Schildkröten tummeln sich in den palmerischen Gewässern. In der Nähe von Los Cancajos kommen auch Tauchanfänger auf ihre Kosten. In der Nähe des Strandes finden sich viele kleine Höhlen und bizarre Unterwasserformationen, in denen Seeanemonen und Seepferdchen zu Hause sind.

Tauchbasen in den Touristenorten

Professionelle Tauchbasen befinden sich in den Touristenorten Puerto Naos und Los Cancajos sowie in Fuencaliente. Wer sich dort anmelden möchte, benötigt ein ärztliches Attest, das eine Gültigkeit von mindestens sechs Monat ausweist. Tauchen ist auf La Palma das ganze Jahr über möglich, denn in der Regel herrscht immer nur auf einer Inselhälfte schlechtes Wetter. Vor allem im Sommer gibt es auf der Westseite der Insel ideale Bedingungen für Taucher, denn der Gebirgszug der Cumbres hält den Passatwind fern. Die Gewässer bei La Palma versprechen zudem eine grandiose Unterwassersichtweite von bis zu 50 Metern.

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