Der faschistische General Franco wurde 1936 auf die kanarische Insel Teneriffa strafversetzt. Die republikanische Regierung hielt Franco für aufrührerisch und wollte ihn daher möglichst weit entfernt von Madrid wissen. Das sollte sich jedoch als fataler Fehler erweisen, denn von dort aus setzte Franco nach Spanisch-Marokko über und organisierte den Einmarsch seiner Truppen in Andalusien.

La Palma wird von Franco-Anhängern eingenommen

Die Kanaren blieben vom Spanischen Bürgerkrieg zwischen 1936 und 1939 weitgehend verschont. Auf La Palma konnten die Republikaner sich noch eine Woche behaupten, bevor die Anhänger General Francos die Macht übernahmen. Die Widerständler wurden nach und nach aufgespürt und viele von ihnen wurden von den Faschisten ermordet. Im Jahr 2006 hat ein ehemaliges Mitglied der Faschisten kurz vor seinem Tod die Stelle eines Grabes in der Nähe von Fuencaliente preisgegeben, so dass erst zu diesem Zeitpunkt das Grab mit 13 ermordeten Republikanern entdeckt wurde. La Palma litt aufgrund des Bürgerkrieges vor allem unter den zusammengebrochenen Handelswegen. Durch den dem Bürgerkrieg nachfolgenden Zweiten Weltkrieg herrschte auf den kanarischen Inseln weiterhin große Armut.

Emigranten kehren auf ihre Insel zurück

Ab 1960 wird unter der Franco-Diktatur vor allem der Tourismus auf den kanarischen Inseln ausgebaut. Vor allem auf den Nachbarinseln Gran Canaria und Teneriffa wird der Tourismus zum führenden Wirtschaftsfaktor. Nach La Palma kehren viele Emigranten aus Südamerika zurück. Ihre Ersparnisse fließen vor allem in die örtlichen Unternehmen, so dass La Palma einen wirtschaftlichen Aufschwung erlebt.

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