Zwischen 500 und 1200 Metern befindet sich im Norden der Insel La Palma der Lorbeerwald. Zwischen den dichten und immergrünen Blättern dringt kaum ein Lichtstrahl auf den Boden. Die Bäume werden bis zu 30 Meter hoch und wachsen in den kompensierenden Nebelschwaden der Passatwolken. Dadurch gelangen immer wieder kleine Tropfen auf den Boden und sorgen für das Wachstum von Efeu, Farnen und Moosen. Insgesamt gibt es auf La Palma vier verschiedene Lorbeerarten, die für Laien schwerer auseinanderzuhalten sind und bereits aus dem Tertiär stammen. Beeindruckend sind die weit verbreiteten Farne die bis zu drei Meter lange Wedel bilden können. Den größten zusammenhängenden Lorbeerwald der Insel gibt es im Nordosten bei Los Tilos, wo der Nebel der Passatwolken besonders dicht ist. Das Gebiet steht unter Naturschutz und wurde auch von der UNESCO zum Biosphärenreservat erklärt. Viele Wanderwege führen in das mehr als 500 Hektar große Gebiet El Canal y Los Tilos hinein. Nach einem Regenfall sollten Wanderer auf La Palma allerdings beachten, dass einige Wege innerhalb des Waldes unpassierbar sein könnten.

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