Auf La Palma ist das subalpine Hochgebirge die am höchsten gelegene Vegetationszone. Sie beginnt jenseits der Baumgrenze bei rund 2000 Metern Höhe. Unter den extremen Bedingungen der Alpinzone können nur die widerstandsfähigsten Pflanzen wachsen. In dieser Zone gibt es neben erheblichen Temperaturschwankungen auch einen sehr starken Wind. Im Sommer ist es in dieser kargen Höhenlage sehr trocken, während es im Winter durchaus schneien kann. Zu den Überlebenskünstlern in der subalpinen Zone zählen unter anderem der Teide-Natterkopf, das Palmerische Veilchen, die Codeso-Büsche und der Zedern-Wacholder.

Dominierend in der Region: Die Codeso-Büsche

Die ginsterartigen Codeso-Büsche sind die vorherrschenden Pflanzen in der subalpinen Region. Die gelben schmetterlingsförmigen Blüten verwandeln das karge Gebiet im Sommer zu einem einmaligen Blütenteppich. Zwischen die niedrig wachsenden Codeso-Büsche mischt sich der bis zu zwei Meter hoch werdende Teide-Ginster, der bereits im Frühjahr mit seinen weißen Blüten verzaubert.

Interessant für Botaniker: Der Teide Natterkopf

Die staudenartige Pflanze kommt nur auf La Palma und Teneriffa vor und besticht vor allem im Frühsommer mit ihren kerzenförmigen roten Blüten, die sich bis zu zwei Meter in die Höhe recken können. Eine Unterart der inselendemischen Pflanze ist der nur auf La Palma zu findende Blaue Natterkopf, der einen enzianblauen Blütenstand hervorbringt.

Vom Aussterben bedroht: Das Palmerische Veilchen und der Zedern-Wacholder

Das La-Palma-Veilchen findet man leider nur noch sehr selten, denn früher wurde in der Region Weidewirtschaft betrieben, so dass die violett blühende Pflanze nun leider vom Aussterben bedroht ist. Auch der Zedern-Wacholder findet sich nur noch an einzelnen Stellen vor allem in den hohen Kammlagen. Auch in der Nähe der Baumgrenze mischt sich der Zedern-Wacholder mit den Kiefernwäldern der unteren Lagen. Einst soll es gerade im Gebiet der Caldera de Taburiente auf La Palma einen riesigen Zedernwald gegeben haben.

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