La PalmaIm Jahr 2002 erklärte die UNESCO die gesamte Insel La Palma zum Biosphärenreservat. Schon seit vielen Jahren ist ein Drittel der gesamten Insel Naturschutzgebiet. Mehr als 40 Prozent der Inseloberfläche sind waldbedeckt und so ist La Palma eine grüne Lunge mitten im atlantischen Ozean. Aufgrund der großen Entfernung zum Festland ist die Luft sehr sauber und auch die Wasserqualität ist hervorragend. Öltankern ist eine Durchquerung der kanarischen Gewässer seit dem Jahr 2006 verboten. Der Himmel über der Insel gilt als ausgesprochen klar und so bieten die Observatorien auf dem Roque de los Muchachos beste Bedingungen zur Sternenbeobachtung.

Probleme beim Umweltbewusstsein

Bananen als Umweltproblem?Trotz aller Einzigartigkeit hat auch La Palma mit Umweltproblemen zu kämpfen. Gerade auf den Bananenplantagen werden schädliche Dünger und Pflanzenschutzmittel verwendet. Inzwischen gibt es allerdings Betriebe, die auf ökologische Landwirtschaft umgestellt haben und das Umweltbewusstsein wächst. Die Monokultur wird von Kritikern als problematisch angesehen und es gibt Befürchtungen, dass sich der überwiegende Anbau von Bananen in einigen Jahren rächen wird. Insbesondere bei der Müllentsorgung herrscht auf der Insel wenig Umweltbewusstsein. Wie in ganz Spanien gibt es kaum Pfandflaschen und beim Einkauf wird alles in Plastiktüten verpackt. Auch wenn es schon deutlich weniger geworden ist, kommt es doch vor, dass Müll einfach in irgendwelchen Schluchten abgeladen wird und wilde Müllkippen entstehen. In dieser Hinsicht wächst das Umweltbewusstsein der Palmeros sehr langsam und Urlauber sollten mit gutem Beispiel vorangehen.

Förderung erneuerbarer Energien

Vorbildlich hingegen ist La Palma in Sachen Energieerzeugung. Bereits in einigen Jahren will die Insel ihren Energiebedarf komplett durch erneuerbare Energien decken. Dazu wurde vor allem in Wind-und Solarparks investiert. Bisher ist La Palma eine Insel des sanften Tourismus und hat in den letzten Jahren vor allem den Ökotourismus gefördert. Typische Bettenburgen wie auf den anderen Inseln des Archipels finden sich auf La Palma zum Glück nicht. Die grüne Insel zieht vor allem Individualreisende und Naturliebhaber an. Berichten zufolge hat die kanarische Regionalregierung die Anlage von vier Golfplätzen genehmigt. Umweltschützer befürchten dabei gravierende Änderungen des Landschaftsbildes. Außerdem werden die Golfplätze mit ihrem hohem Wasserbedarf und den verwendeten Düngemitteln die Umwelt in jedem Fall negativ belasten. Es bleibt zu hoffen, dass sich La Palma seine Einzigartigkeit bewahren wird.

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