El Paso liegt an der Ost-West-Verbindung zwischen Santa Cruz de La Palma und Los Llanos de Aridane. Wer die Insel überquert, kommt automatisch an El Paso vorbei. In der Gegend wurden früher vor allem Seidenraupen gezüchtet und noch heute zeugen Maulbeerbäume von dem einstigen Wirtschaftszweig. In einem kleinen Museum wird über die Seidenherstellung informiert. Auch das Koschenillenrot wurde früher in der Region hergestellt. Der karminrote Farbstoff wurde aus Läusen hergestellt und war bis zum Einsatz künstlicher Farbstoffe ein sehr einträgliches Geschäft.

Viele Deutsche leben in El Paso

El Paso ist gerade bei Deutschen sehr beliebt und mittlerweile gibt es in dem Städtchen sogar eine deutsche Grundschule. Zwei wunderbar angelegte Gärten der Jardin El Paredón und der Jardin de la Era, die in der Nähe des zentralen Plazas liegen, geben mit ihrer Gestaltung einen Einblick in die frühkanarische Geschichte und ein kleiner Spaziergang lohnt sich. Sehenswert sind außerdem die Petroglyphen am Lomo de La Fajana, etwas außerhalb des Örtchens. Hier befinden sich vor allem prähistorische Symbole, die sich mit der Sonne beschäftigen. Archäologen gehen davon aus, dass diese im Zuge der Sommersonnenwende angefertigt wurden. Die zweite Fundstelle El Cimeterio liegt in der Nähe des Friedhofs. Auch hier finden sich viele der für La Palma typischen spiralförmigen Felszeichnungen.

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