Das Örtchen Garafía liegt ganz am nordwestlichen Ende La Palmas und ist sozusagen das Ende der Welt. Hauptort der Gemeinde ist Santo Domingo, das hoch über der zerklüfteten Steilküste liegt. Häufig mutet die Landschaft hier bretonisch oder irisch an, denn der Wind pfeift und riesige Wolkenberge sorgen für eine einmalige Atmosphäre. Bis in die 60er Jahre konnte der Ort nicht mit dem Auto sondern nur per Boot, zu Fuß oder mit einem Esel erreicht werden. Kaum erstaunlich, dass viele Palmeros Garafía den Rücken kehrten und in weniger einsame Gegenden abwanderten. Die Bevölkerung der Region hat sich innerhalb der letzten Jahre nahezu halbiert. Mit dem Ausbau des Turismo Rural kommt wieder Leben in die Region und mit EU-Geldern werden Bauernhöfe restauriert und an Urlauber vermietet.

Archäologische Funde in der Region Garafía

Im Gebiet um Garafía lebten besonders viele Ureinwohner und so gibt es eine Reihe von archäologischen Funden in der Gegend. Direkt neben dem Friedhof in Santo Domingo befindet sich die historische Stätte „El Calvario“, wo es einige interessante Felszeichnungen gibt. In der Nähe liegt das Petroglyphenfeld „La Zarza“, das eine Vielzahl bedeutender prähistorischer Felszeichnungen präsentiert. In einem angegliederten Museum werden die einstigen Wohnhöhlen der Ureinwohner gezeigt und Besucher erhalten einen Einblick in das frühkanarische Leben auf La Palma.

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