Die größte Stadt auf La Palma ist die Hauptstadt Santa Cruz. Direkt in der City leben etwa 14.000 Einwohner. Alle wichtigen Ämter der Insel befinden sich in Santa Cruz, so auch der Inselrat. Die palmerische Hauptstadt wurde im Jahr 1493 von Alonso Fernández de Lugo nach der Eroberung durch die Spanier gegründet. Das genaue Datum der Gründung war der 3. Mai und so kam die Hauptstadt zu ihrem Namen. Der 3. Mai gilt als der Tag, an dem das wahre Kreuz Jesu Christi aufgefunden wurde, daher der Name Santa Cruz. Aufgrund ihrer exponierten Lage an der Hafenbucht stieg die Stadt schnell zur florierenden Handelsmetropole auf. Zu dieser Zeit war Santa Cruz eine sehr bedeutende Stadt, Schiffe machten hier Halt bevor sie in die neuen Kolonien nach Amerika weiterfuhren. Umgekehrt war Santa Cruz die erste Anlaufstelle für heimkehrende Schiffe. Der Reichtum lockte auch Freibeuter und Piraten und nach einem Angriff des berüchtigten Korsaren „Le Clerq“ musste Santa Cruz im Jahr 1560 komplett neu aufgebaut werden. Im Jahr 1657 sollte es mit der Blüte der palmerischen Hauptstadt vorbei sein, denn der Sitz der Handelskammer von Sevilla, bei der alle Schiffe, die aus Amerika kamen, Steuern zahlen mussten, wurde auf die Nachbarinsel Teneriffa verlegt.

Ein Spaziergang durch Santa Cruz

Im Rahmen eines Spaziergangs lassen sich die Sehenswürdigkeiten der Stadt am besten erkunden. Erster Anlaufpunkt ist bei vielen Gästen zunächst die Fußgängerzone, allgemein Calle Real genannt, eigentlich heißt die Straße jedoch nach einer irischen Einwandererfamilie Calle O’Daly. Die Fußgängerzone wird gesäumt von alten Patrizierhäusern der einstigen reichen Händler aus Irland, Spanien oder Flandern. Die Fassaden der Häuser an der Hauptgeschäftsstraße sind ausgesprochen sehenswert. Schönstes Haus der Call O’Daly ist das Casa Salazar, das eine wunderschöne aus Natursteinen gefertigte Fassade präsentiert. Auch ein Blick in den herrlichen Innenhof sollte bei einem Besuch nicht fehlen. Wer nun weiter spaziert, gelangt auf den Plaza de Santo Domingo, der von der schlichten weißen Dominikanerkirche beherrscht wird. Auch das Teatro de Circo de Marte und das Museo de Arte Moderno befinden sich hier. Weiter geht es nun zum Plaza de España, es heißt, dass es sich um den schönsten Platz des Kanarischen Archipels handelt. Unter anderem beherbergt der Plaza das Rathaus und die Iglesia de El Salvador, bei der es sich um das größte Renaissancegebäude der Inseln handelt. Besonders beeindruckend ist das Portal aus schwarzem Vulkanstein, das sich kontrastreich von dem restlichen weißen Gebäude abhebt. Auch das Rathaus, das Ayuntamento, lohnt einen genauen Blick. Es stammt ebenfalls aus der Renaissance und mit seinen Säulengängen lädt das Haus zu einem Bummel durch die palmerische Geschichte ein. Die Fassade ist mit diversen Fresken gestaltet und wer genau hinsieht, kann einige Figuren, wie Delphine, Schlangen oder auch Menschen entdecken. Bei einem Spaziergang durch die Stadt offenbaren sich den Urlaubern weitere schmucke und prachtvolle Patrizierhäuser und ein Bummel durch die palmerische Hauptstadt gehört zum Pflichtprogramm. Zum Shoppen, Schauen und Staunen lohnt sich ein Besuch im „Mercado La Recova“ einer historischen Markthalle, die liebevoll restauriert wurde. An der Avenida del Puente kommen Shoppingfans voll auf ihre Kosten und bei einem Besuch in der Markthalle läuft Besuchern angesichts der köstlichen Schinken und des reifen prallen Obstes das Wasser im Mund zusammen. Gemächlicher geht es auf dem Plaza de San Francisco zu. Am Platz befindet sich das einstige Kloster de San Francisco das heute das Inselmuseum beherbergt. Kein spanischer Platz darf ohne Kirche sein und so liegt direkt daneben die zugehörige Klosterkirche Nuestra Señora de la Inmaculada Concepción. Hier lohnt sich bei einem Besuch im Innenraum ein Blick nach oben, denn die Altardecke ist wunderbar geschnitzt. 

Die Umgebung von Santa Cruz

Las Nieves wird von vielen Gästen vor allem wegen der Wallfahrtskirche aufgesucht. In der Kirche befindet sich die Figur der Schutzpatronin der Insel, der Virgen de Las Nieves. Die Geschichte der Kirche und der Schneejungfrau geht auf eine Legende zurück. Papst Liberius hatte einst den Traum, in dem die Muttergottes ihm befahl, an dem Ort, an dem in der Nacht Schnee gefallen sei, eine Kirche zu errichten. Kaum war er morgens erwacht, wurde sein Traum in Rom in die Tat umgesetzt. Der Kirchenbau sprach sich herum und der Gründer der Stadt Santa Cruz Alonso Fernández de Lugo ließ nun auch seinerseits eine Kirche zur Verehrung der Muttergottes in Santa Cruz errichten. Ebenfalls in der näheren Umgebung der Hauptstadt befindet sich der kleine Tierpark Maroparque. In einem wunderbar angelegten Gelände leben eine große Menge Vögel und Besucher können die Artenvielfalt in großen Freifluggehegen bestaunen. In einem Höhlensystem leben Reptilien und es gibt sehenswerte Aquarien. Wer auf der Suche nach einem perfekten Fotomotiv ist, sollte einen Ausflug zum „Mirardor de la Conceptión“ unternehmen. Von hier aus bietet sich ein herrlicher Blick auf Santa Cruz de La Palma und den angrenzenden Hafen.

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