Camping und Zelten ist auf La Palma wenig verbreitet. Wer sein Zelt auf einem der rund zehn Zeltplätze aufschlagen möchte, braucht dafür eine schriftliche Erlaubnis, die in der Regel bei der zuständigen Gemeinde oder der Umweltbehörde in Santa Cruz bis zu zwei Monate im Voraus beantragt werden kann. Häufig gibt es die Erlaubnis auch gleich im Büro des jeweiligen Platzes. Mit mitteleuropäischem Standard sind die Plätze auf La Palma kaum zu vergleichen. Damit das Übernachten in freier Natur zu einem wirklichen Erlebnis wird, haben die Plätze in der Regel keine Stromanschlüsse. Es sind nicht auf jedem Platz sanitäre Anlagen vorhanden. Offenes Feuer ist auf allen Plätzen verboten, es gibt in der Regel eigens eingerichtete Kochnischen. Die Campingplätze liegen häufig in Naturschutzgebieten in landschaftlich herrlichen Lagen. Gerade beim Campen in höheren Lagen kann es allerdings passieren, dass nach einer Übernachtung am Morgen das gesamte Equipment vom Tauwasser durchnässt ist. In diesen Lagen ist Zelten also wirklich nur etwas für wahre Campingsfreaks. Wildes Zelten ist auf La Palma nicht gestattet.

La Palmas Campingplätze

Im Norden La Palmas befindet sich ein kleiner Zeltplatz bei La Fajana, der über sanitäre Anlagen sowie ein Restaurant verfügt. Die Anmeldung für diesen Platz muss bei der Gemeinde Barlovento im Rathaus der Stadt erfolgen.

Ebenfalls im Norden liegt der „Parque La Laguna de Barlovento“. Auf diesem Platz können auch Holzhäuser gemietet werden. Es gibt sanitäre Anlagen, Grillplätze und ein Restaurant. Auch hier muss die Anmeldung entweder vor Ort oder bei der Gemeinde in Barlovento vorgenommen werden.

In der Inselmitte liegt der abgeschiedene Zeltplatz in der Caldera de Taburiente. Der einfache Platz, bei dem Camper das Wasser eines sauberen Bachs nutzen können, kann nur nach einer längeren Wanderung erreicht werden. Toiletten sind vorhanden. Camper, die sich anmelden möchten, können die im Informationszentrum der Parkverwaltung tun.

In der Inselmitte, in den Cumbres liegt der „Refugio El Pilar“. Der Platz verfügt über sanitäre Anlagen. Die maximale Aufenthaltsdauer liegt bei sechs Nächten. Eine Anmeldung muss über das Umweltamt in der Hauptstadt Santa Cruz erfolgen.

Im Westen der Insel befindet sich in der Nähe von Puntagorda das „Centro de Naturaleza La Rosa“. Der Platz bietet Freiluftduschen und ein Kompost-WC. Anmeldungen können vor Ort im Büro des Platzes erledigt werden.

Einen kleinen Platz gibt es in San Antonio del Monte, die Aufenthaltsdauer beträgt maximal eine Nacht. Auch bei diesem Platz ist eine Anmeldung über das Umweltamt in Santa Cruz erforderlich.

Ganz im Süden La Palmas liegt ein Campingplatz in Fuencaliente. Auch hier gilt eine Aufenthaltsdauer von maximal einer Nacht, die Anmeldung geht auch über das Umweltamt.

Im Westen der Insel gibt es zwei privat bewirtschaftete Plätze des Schweizers Hannes Keller. Oberhalb des Ortes Puerto Naos befindet sich das „Camp La Laguna“. Neben Zeltplätzen gibt es hier auch Mietwohnwagen. In einer großen Gemeinschaftsküche können Kontakte zu anderen Campern aufgenommen werden. Der Platz bietet ein Open-Air-Badezimmer, warmes Wasser, Telefon- und Internetanschluss. Einkaufsmöglichkeiten sind fußläufig zu erreichen.

Ein weiterer Platz wird von Keller in Las Norias in der Nähe von Tazacorte bewirtschaftet. Das „4011Camp“ liegt abseits des Trubels in idyllischer Lage. Sanitäre Anlagen und Küche sind vorhanden. 
Die beiden privaten Camping-Plätze bieten Gästen auch einen Hol- und Bringservice zum Flughafen in Santa Cruz de La Palma. 

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