Bananen als Umweltproblem?Von den rund 90.000 Palmeros arbeiten etwa 30.000 Inselbewohner in der Landwirtschaft, die meisten sind dabei als selbständige Landwirte tätig. Das wichtigste Exportgut La Palmas ist nach wie vor die Zwergbanane. Viele bauen die gelbe Frucht auch als Nebenerwerb an um ihre Haushaltskasse aufzubessern. Durch die Konkurrenz aus den mittelamerikanischen Staaten wurde die kleine Banane jedoch in Europa weitgehend vom Markt verdrängt und wird allenfalls noch auf dem spanischen Festland verkauft. Auch Italien und Frankreich importieren die kanarische Banane in bescheidenen Mengen. Um ein Kilo Früchte wachsen zu lassen, werden 1000 Liter Wasser benötigt. Auch wenn La Palma sehr wasserreich ist, saugen die Bananen die Insel quasi aus. Hinzu kommt, dass durch die ständige Monokultur der Boden sehr ausgelaugt ist. Teilweise gedeihen die Früchte nur unter Einsatz von viel Kunstdünger. Dennoch sehen die Palmeros den Bananenanbau neben dem Tourismus als einzigen Wirtschaftszweig der Insel an und wollen auf jeden Fall daran festhalten.

Auf La Palma ist alles „Banane“

Im idealen Klima der kanarischen Inseln wachsen natürlich nicht nur die allgegenwärtigen Bananen. Inzwischen werden auch andere Früchte, Gemüsesorten und Kartoffeln angebaut. Vor allem der Anbau von Avocados scheint sich als einträglich zu erweisen, denn die Avocado benötigt deutlich weniger Wasser um zu reifen. Aber auch wenn man sich vom Anbau exotischer Obst- und Gemüsesorten sicher einiges versprechen kann, ist die günstige Konkurrenz aus den mittelamerikanischen Ländern teilweise übermächtig. Es gibt auch einige Mandelplantagen, die jedoch nicht besonders lukrativ sind. Das Knacken der harten Schalen ist eine aufwändige Arbeit, so dass sich viele Mandelbauern gar nicht mehr die Mühe machen, die Mandeln vom Baum zu pflücken. Auch Viehwirtschaft ist auf La Palma völlig ohne Bedeutung, das Fleisch, das zum Verzehr benötigt wird, wird eingeführt.

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